Rechtsanwalt Giuseppe Craca, Bad Wildbad

Fortbildungsbescheinigung des Deutschen Anwalt Verein

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Die Anwaltsvergütung

Mandanten, die zum ersten Mal die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch nehmen und mit dem Thema der Anwaltsvergütung konfrontiert werden, stellen sich meist die Frage, ob es sich überhaupt lohnt für einen Anwalt Geld auszugeben.

In aller Regel ist dies der Fall. Wenn durch die anwaltliche Beratung oder Vertretung eine vorteilhafte Lösung auch ohne Durchführung eines Prozesses gefunden werden kann, liegt der Vorteil auf der Hand. Und wenn der Mandant den Prozess mit anwaltlicher Hilfe gewinnt, wird der Prozessgegner meist verpflichtet, die Prozesskosten zu erstatten.

Mir ist es ein Anliegen, bereits im ersten Gespräch mit Ihnen die Vergütung zu klären, damit Sie schon zu diesem Zeitpunkt abschätzen können, welche Kosten auf Sie zukommen können.

Da die Anwaltsvergütung eine undurchsichtige Angelegenheit darstellt, möchte ich Ihnen bereits hier die wichtigsten Punkte kurz erläutern.

1. Die Berechnung der gesetzlichen Vergütung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)

Bei der Berechnung nach dem RVG sind Festgebühren und Rahmengebühren zu unterscheiden. Festgebühren fallen meist bei gerichtlichen Tätigkeiten im Zivil-, Arbeits- und Verwaltungsrecht an. Rahmengebühren entstehen hauptsächlich für außergerichtliche Tätigkeiten sowie weitgehend auf den Gebieten des Straf- und Sozialrechts. Sofern der Gegenstandswert für die Berechnung der Vergütung zugrunde zu legen ist, ist dieser ein maßgeblicher Faktor des Anwaltshonorars. Unter dem Gegenstandswert (auch „Streitwert“ genannt) versteht man den objektiven Geldwert einer Angelegenheit bzw. das wirtschaftliche Interesse des Auftraggebers.

Weitere Berechnungsfaktoren können im Einzelfall in der Schwierigkeit oder dem Umfang der anwaltlichen Tätigkeit, der Bedeutung der Angelegenheit, den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Auftraggebers sowie dem Haftungsrisiko liegen. Über die genaue Höhe berate ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

2. Die Berechung nach Zeit: Vereinbarung eines Stundenhonorars

Hierbei vereinbart der Mandant mit dem Anwalt, dass dessen Tätigkeit abweichend von den Regelungen des RVG auf der Basis eines Stundenhonorars vergütet werden soll. Diese Form der Honorarvereinbarung bietet sich zum einen dann an, wenn der Gegenstandswert sehr hoch, die Schwierigkeit aber dennoch relativ gering ist, als auch dann, wenn der Gegenstandswert besonders gering ist, die Angelegenheit aber zum Beispiel mit einem hohen Aufwand für den Anwalt verbunden ist. Die Höhe des Stundenhonorars kann von Fall zu Fall variieren, da hierbei in der Regel dieselben Berechnungsfaktoren wie bei der gesetzlichen Vergütung (Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, Bedeutung der Angelegenheit, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers, Haftungsrisiko) zu berücksichtigen sind. Über die Höhe der von mir üblicherweise zugrunde gelegten Stundenhonorarvereinbarungen berate ich Sie ebenfalls gerne persönlich.

3. Vereinbarung eines Pauschalhonorars

Diese Möglichkeit bietet sich dann an, wenn bereits bei Beauftragung des Rechtsanwalts klar umrissen werden kann, welche Tätigkeit dieser entfalten muss und welchen Umfang diese hat. Für den Mandanten besteht der Vorteil darin, dass er schon von Beginn an weiß, welche Kosten auf ihn zukommen. Für die Höhe der Pauschale gilt das oben Gesagte.

4. Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie eine Rechtschutzversicherung haben, so besteht die Möglichkeit, dass diese die gesetzlich anfallenden Anwalts- und Gerichtskosten für Sie übernimmt. Da jedoch die Leistungen der verschiedenen Rechtsschutzversicherer nicht einheitlich sind, ist im Einzelfall zu prüfen, welchen Lebensbereich Ihre Versicherung abdeckt. Hierfür stelle ich für Sie gerne die so genannte Deckungsanfrage und führe auch die weitere Korrespondenz mit Ihrer Rechtschutzversicherung.

5. Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Mandanten, welche nur über ein geringes Einkommen verfügen, scheuen oft den Weg zum Rechtsanwalt, wenn Sie nicht darüber informiert sind, dass es in Fällen, in welchen die Kosten des Rechtsanwalts oder eines Prozesses nicht „aus eigener Tasche“ aufgebracht werden können, die Möglichkeit der Beratungs- bzw. Prozesskostenhilfe gibt.

Bei entsprechender Notwendigkeit, welche durch das zuständige Amtsgericht geprüft wird, übernimmt die Landeskasse die Kosten für eine außergerichtliche anwaltliche Beratung (Beratungshilfe).

Hat ein Prozess hinreichend Aussicht auf Erfolg, so muss letztlich aufgrund der in Artikel 19 Absatz 4 des Grundgesetzes geregelten Rechtsweggarantie der Weg zu den Gerichten auch Personen in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen offen stehen. In diesen Fällen ist ein Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe (PKH) angezeigt.

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